Videokonferenzen im Amateurfußball starten Dienstag

Ein Mannschaftstraining kann in einer Woche sogar ohne Schnelltests bei Spielern und Trainern möglich sein – bei einem Inzidenzwert unter 100.

Wie geht es weiter mit dem Amateurfußball am Niederrhein in der Corona-Pandemie? Ab dem 22. März, also Montag in einer Woche, könnte ein Mannschaftstraining sogar ohne Schnelltests bei Spielern und Trainern möglich sein, sofern der Inzidenzwert unter 100 bleibt. Die entsprechende Corona-Schutzverordnung des Landes NRW kommt im Paragraf 19 der aktuellen Version, entgegen der Planung des Bundes, erst einmal ohne die Schnelltest-Voraussetzung aus. Ob die Verordnung angesichts der steigenden Fallzahlen aber noch geändert wird, ist derzeit unklar.

Ligen sollen im Mai starten

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) plant jedenfalls die Wiederaufnahme der seit Ende Oktober unterbrochenen Saison in den Ligen ab der Oberliga abwärts aktuell für das erste Mai-Wochenende. Ob das aufgrund der aktuell wieder steigenden Infektions- und Inzidenzzahlen in der Corona-Krise realistisch ist, wird sich in den nächsten Wochen noch zeigen.

Der Verband jedenfalls wird wieder die Meinungen der beteiligten Vereine zum Vorgehen einholen. Wie schon im Vorjahr wird es für die Ligen jeweils Videokonferenzen geben. Den Anfang machen am Dienstagabend die Vertreter der Oberliga.

Gerade die 23er-Gruppe gilt wegen ihrer Größe als Problemfall Nummer Eins am Niederrhein. Bis zu 15 Partien müssten einige Mannschaften noch absolvieren, um auf die Hälfte der ursprünglich angesetzten Spiele zu kommen. Eine Wertung der Saison ist bekanntlich erst dann nach FVN-Reglement möglich, wenn in einer Liga mindestens 50 Prozent der angesetzten Spiele auch ausgetragen worden sind.

 

Die Vertreter der kleineren Landes- und Bezirksligen, die in dieser Saison 14 oder 15 Teams umfassen und denen ein Team maximal noch acht Partien bestreiten müsste, sind am Mittwoch zu einer Videokonferenz eingeladen. Für den Donnerstag steht der Frauenfußball im Zentrum des Austausches. Es ist vom FVN auch geplant, dass in der Woche ab dem 22. März auch mit den Fußballkreisen über das weitere Vorgehen gesprochen wird.

FVN-Pokal soll ausgetragen werden

„Wir holen uns so ein breites Meinungsbild der Vereine ein“, sagt Wolfgang Jades, Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses beim FVN. Die unterbrochene Spielzeit soll nach letztem Stand auf jeden Fall weitergeführt werden – möglichst so, dass es in allen Ligen eine reguläre Wertung geben kann.

Das Vorhaben trifft bei einigen Vereinsvertretern durchaus auf Skepsis. Gerade auch was die vom Verband festgelegte knapp vierwöchige Vorbereitungszeit anbetrifft. Die wird von einigen Trainern als zu knapp angesehen.

Dazu ist der Fußballverband Niederrhein bestrebt, mindestens auch die ausstehenden Runden im Niederrheinpokal auszutragen. Das wären die relevante Spiele im FVN-Pokal mit Beteiligung aus dem Fußballkreis Moers: SV Scherpenberg – Wuppertaler SV, Fichte Lintfort – VfB Hilden und SV Sonsbeck – VfB Homberg.

Quelle: NRZ, 14.03.2021, Michael Ryberg

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