Regionalligafrauen vom GSV Moers starten mit jungem Team

Die Inzidenz bei der Corona-Pandemie sinkt weiter. Jetzt hoffen auch die Regionalliga-Fußballerinnen vom GSV Moers, dass es bald wieder losgeht.

Nach knapp achtmonatiger Pause wegen der Corona-Pandemie sehen die Amateur-Fußballerinnen Licht am Ende des Tunnels. Durch die fallenden Inzidenzzahlen steigen überall die Sportler wieder mit dem Trainings- und Spielbetrieb an. Das gilt auch für die Fußballerinnen des GSV Moers.

So lobt der Sportliche Leiter, Martin Walz, ausdrücklich die Leistung des Trainerstabes der Frauen- und Mädchen-Teams während der langen Pause: „Diese fast acht Monate haben schon sehr weh getan. Aber alle Trainerinnen und Trainer unserer drei Seniorinnen-Mannschaften sowie den drei Junioren-Teams haben alles daran gesetzt, den Kontakt zwischen ihnen und den Spielerinnen aufrechtzuerhalten. Sie haben sich alle sehr um ihre Mannschaften gekümmert. Dazu waren auch die Verantwortlichen immer wieder im ständigen Austausch untereinander. Durch vielfältige Angebote wurde so der Kontakt zwischen Trainer und Spielerinnen immer wieder hergestellt. Vom Video-Training bis hin zu Wettbewerben im Home-Training gab es zahlreiche Angebote. Ich bin allen sehr dankbar, dass so die Kontakte in der schwierigen Zeit gehalten werden konnten.“

Allerdings gibt es rund um die Filder Benden schon seit einigen Wochen positive Signale. Denn seit Ende März können die GSV-Fußballerinnen schon wieder – wenn auch eingeschränkt – trainieren. „Es ist aber schon zu erkennen, dass trotz allen Engagements es noch dauert, bis alle wieder fit für den Spielbetrieb sind“, stellt Walz fest. „Durch einen vom Vorstand sehr gut ausgearbeiteten Hygienekonzeptes konnte mit der Stadt Moers schon frühzeitig zumindest ein Kleinstgruppen- und Individualtraining umgesetzt werden.“

Zuversichtlich in die Saison

Der GSV startet aber trotz aller Probleme mit allen Teams zuversichtlich in die Spielzeit 2021/2022. „Natürlich erhoffen wir uns alle sehr, dass sich die neue Saison, so wie wir es aus den früheren Jahren kennen, zu einer normalen Spielzeit entwickelt“, wartet auch Regionalliga-Coach Eckart Schuster sehnlichst auf den Startschuss. „Alle sind hochmotiviert, wollen endlich wieder trainieren und natürlich dann auch wieder spielen.“

Klar ist, dass der GSV nach Annullierung der Saison 2020/2021 wieder in der Regionalliga spielt. Und Walz bedankt sich ausdrücklich bei Eckhart Schuster: „Er ist mindestens fünf Tage in der Woche auf der Anlage, um im Einzeltraining seine Spielerinnen auf die neue Saison vorzubereiten. Das ist schon bemerkenswert.“

Schuster kann für die kommende Saison derzeit mit insgesamt sieben neuen Spielerinnen planen. Aus der ehemaligen U17-Regionalliga-Mannschaft des GSV haben Lara Borkmann, Hannah Vogel und Lotte Adams den Sprung in seinen Kader geschafft. Besonders erfreut sind sie beim GSV, dass es ihnen gelungen ist, vier sehr starke Neuzugänge präsentieren zu können.

So wird Elli Faaßen von der SGS Essen den Angriff der „Gräfinnen“ verstärken. Die 16-Jährige hatte zuletzt in der B-Juniorinnen-Bundesliga gekickt und zeigte sich dort sehr torgefährlich. Mit Eda Ceren Gören vom 1. FFC Recklinghausen heuert eine türkische U17-Nationalspielerin mit einem starken linken Fuß beim GSV an, die auch technisch versiert ist und das Mittelfeld verstärken soll. Mit Neslihan Diken, die zuletzt beim 1. FC Köln spielte, verstärkt eine weitere türkische U17-Nationalspielerin den Kader des GSV. Sie soll der Abwehr mehr Sicherheit geben. „Neslihan Diken kenne ich schon vom MSV Duisburg, da gehörte sie zu meinem Kader in der zweiten Mannschaft sowie im U17-Bundesliga-Team. Das gilt auch für Senem Terez, unseren vierten Neuzugang, die ich auch aus dem U17-Kader des MSV kenne“, freut sich Schuster sehr über diese vier Neuzugänge. „Senem Terez spielerische Fähigkeiten und ihr ausgeprägtes Ballgefühl sind ein großer Gewinn für unser Team. Damit werden wir die Qualität im Kader sicherlich steigern können.“

Allerdings haben die Grafschafterinnen mit Maren Meister, die eventuell zum SuS 09 Dinslaken geht, und Katja Steinmann, zum TB Heißen, auch zwei Abgänge zu verzeichnen. „Auch wenn es nur zwei Abgänge gab, möchte ich schon noch einige motivierte Spielerinnen in den Kader aufnehmen“, hat Schuster seine Planungen noch nicht beendet. „Interessierte Spielerinnen können sich bei mir oder auch bei Martin Walz melden.“

Schuster will in der kommenden Saison den Abstieg verhindern. „Wir sind nach wie vor ein junges Team. Deshalb kann es zunächst auch kein anderes Ziel für uns geben. Wichtig ist auch, dass wir eine tolle Gemeinschaft bilden. Dann werden auch gute Leistungen möglich sein.“ Martin Walz ergänzt: „Wir wissen alle, dass es auch in der kommenden Saison sehr schwer für uns wird. Aber wir glauben an unsere Spielerinnen. Und ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.“

Die „Zweite“ in der Landesliga

Die zweite Mannschaft des GSV tritt erneut in der Landesliga an. Da neun ehemalige U17-Spielerinnen nun zum Kader stoßen, ist dieser relativ groß. „Das ist sehr wichtig. Schließlich erlebten wir in den vergangenen Jahren immer wieder, dass unser Kader zu klein war“, so Walz. „Das hat an manchen Sonntagen schon zu personellen Problemen geführt. In der neuen Saison dürfte das daher kein Problem mehr sein. Dieses Team wird quasi als U21 der Unterbau für die Regionalliga-Mannschaft bilden.“ Daher werden die beiden Trainer Peter Wallner und Jörg Pfützenreuter sich mit Eckart Schuster im ständigen Austausch befinden, um die Aus- und Fortbildung der Spielerinnen mit ihm abzustimmen. Ziel für die neue Saison ist es, im oberen Drittel der Landesliga gut mitzuspielen

Die „Dritte“ wird in der kommenden Saison mit dem gleichen Kader wie in der Spielzeit 2020/2021 antreten. Cheftrainer bleibt Michael Hoffmann. Neue Co-Trainerin ist mit Jessica Roth, langjährige GSV-Spielerin. Sie wollen um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielen.

Für alle Frauen- und Mädchen-Mannschaften gibt es mit Ingo Rubenzer und Florian Hamblock zwei Torwarttrainer. Zudem steht mit Nik Birkendahl auch noch ein Athletik-Coach zur Verfügung.

Quelle: NRZ, 14.06.2021, Wolfgang Jades

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