Fichte Lintfort bezahlt Einzug ins Kreispokalfinale teuer

Beim 4:1 im Halbfinale des Fußball-Kreispokal 2020/21 gibt es bei Sieger Fichte Lintfort und bei Gastgeber GSV Moers einige Verletzte zu beklagen.

Eigentlich hätte sich Meik Bodden nach dem verdienten 4:1 (1:0)-Sieg im Kreispokal-Halbfinale bei seinem alten Verein GSV Moers freuen dürfen. Doch der Cheftrainer des Fußball-Landesligisten verzog trotz einer sehr guten Leistung seiner Mannen gerade in der Offensive das Gesicht. Die Endspielteilnahme am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Franzstraße) gegen Ligarivale SV Scherpenberg war teuer erkauft. Fichte hatte am Ende drei Verletzte zu beklagen – ebenso wie die Grafschafter.

„Meine Laune ist getrübt, auch wenn wir hier den Klassenunterschieden zwischen beiden Teams weitgehend aufgezeigt haben“, erklärte Bodden. Mit Außenverteidiger Philipp Hasse (Meniskus), dem eingewechselten Moritz Bergmann (Achillessehne) und Innenverteidiger Pascal Schmidt (Knie) mussten drei Lintforter vorzeitig vom Rasen.

GSV Moers: Jenowsky nach fünf Minuten verletzt raus

Nicht minder verlustreich war die Partie für den GSV, der sich zwar nach Kräften wehrte, aber nur in der zweiten Halbzeit punktuell auf Augenhöhe agierte. Nach einem harten Einsteigen von Fichte-Bulldozer Julian Thiel war die Partie für Verteidiger Gerrit Marvin Jenowsky schon nach fünf Spielminuten schmerzhaft beendet.

Bei Halbzeit folgte noch Torjäger Carlos Candido Pin. Zwar biss Offensivspieler Boris Vertkin auf die Zähne und hielt durch. „Ich fürchte aber, dass er sich auch so verletzt hat, dass er erst einmal kürzer treten muss“, so GSV-Trainer Dirk Warmann. Der kritisierte seine Mannen für eine schwache erste Halbzeit: „Da hat uns Fichte vorgeführt.“ Vor allem aber ließ er an der Leistung der drei Unparteiischen mit Referee Jan Christian Behnisch vornweg kein gutes Haar: „Die waren einfach unfassbar schlecht.“ Was in dieser Deutlichkeit natürlich übertrieben war.

Fichte Lintfort: van Radecke mit schönem Solo-Tor

Manch unglücklicher Pfiff konnte schließlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ergebnis lange nicht die klaren Verhältnisse auf dem Kunstrasen an der Filder Straße widerspiegelte. Das einzige Fichte-Tor vor der Pause nach einem überragenden Solo von Robin van Radecke über die rechte Offensivseite war eine magere Ausbeute für gefühlt 80 Prozent Ballbesitz.

Osman Simsek hatte direkt nach der Halbzeitpause die goldene Gelegenheit für den GSV zum 1:1, scheiterte aber freistehend an Torwart-Oldie Andreas Kossenjans. Auf der Gegenseite traf Fichte dreimal das leere Tor nicht, kam jedoch per strittigem Foulelfmeter an Elias Bergmann zum 2:0. Marvin Ehis verwandelte souverän (62.).

Entscheidung durch Heber von Zeiler für Fichte

Eren Okumus vollstreckte zwar spät ebenfalls einen Kann-Foulelfmeter, auf der Gegenseite verursacht von Fichte-Kapitän Tim Konrad, zum 1:2 (86.). Doch Ex-Grafschafter Christian Zeiler ließ nicht lange Spannung aufkommen. Sein bildschöner Heber zum 3:1 war die Entscheidung (89.). Der eingewechselte Tayfun Öztürk legte noch ein 4:1 drauf (90.+4).

Die Vorarbeit zum letzten Treffer lieferte Linksaußen Gabriel Derikx, bei Fichte stärkster Spieler auf dem Rasen, der mit dem Ex-Scherpenberger Emre Terzi eine starke linke Lintforter Offensivseite darstellte.

So haben sie gespielt

GSV Moers: Kuhlmann – Schuchardt (36. Simsek), Jenowsky (10. Bürgel), Fotso, Kästner – Dressler, Jawad, Sijercic – Vertkin – Pin (46. Mathew), Sanverdi (78. Okumus).

Fichte Lintfort: Kossenjans – Terzi, Schmidt (82. Öztürk), Hoffmeister, Hasse (43. Moritz Bergmann, 75. Mende) – Konrad, Ehis – Derikx, Elias Bergmann, van Radecke – Thiel (65. Zeiler).

Quelle: NRZ, 08.08.2021, Michael Ryberg

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