Corona-Runde: Sport mit zehn Personen soll möglich sein

Am Mittwoch wird in Berlin über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise gesprochen. Auch der Sport steht dann auf der Tagesordnung.

Am heutigen Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Zum ersten Mal seit Beginn des Lockdowns steht auch der Sport auf der Tagesordnung.

Die Beschlussvorlage, die Grundlage der Diskussion ist, sieht eine Öffnungsstrategie in mehreren Schritten vor. Im dritten Öffnungsschritt wird auch der Sport genannt.

Dort heißt es, dass kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Personen im Außenbereich und auf Außensportanlagen wieder möglich sein soll – wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt. Steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an, treten die Regeln in Kraft, die bis zum 7. März gelten. Dann wäre Sport nur allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes erlaubt.

Strategie für Sport in der Halle

Auch, was den kontaktfreien Sport im Innenbereich und den Kontaktsport im Außenbereich angeht, gibt es eine Strategie. Dieser würde im vierten Öffnungsschritt wieder erlaubt sein. Nämlich genau dann, wenn sich die Inzidenz nach dem in Kraft treten des dritten Öffnungsschrittes 14 Tage lang nicht verschlechtert hat.

Gerade auch für den Fußball, der auf Amateurebene unterhalb der Regionalliga West seit Ende Oktober brach liegt, ist das immerhin ein Hoffnungsschimmer. Einige findige Vereine wie etwa MTV Union Hamborn im Duisburger Norden haben bereits einen Weg gefunden, unter den aktuellen Bedingungen auf dem Platz wieder zu trainieren. Das ist aber eher die Ausnahme.

„Kein wirklicher Fußball“

„Solche Trainingsformen im Miniformat sind ja kein wirklicher Fußball“, sagt beispielsweise Roland Kock, Trainer des Emmericher Fußball-Landesligisten RSV Praest. Seine Schwarz-Gelben sind bisher ebenso wenig auf dem Platz zu finden wie die Moerser Ligakollegen des SV Scherpenberg oder jene bei TuS Fichte Lintfort. Sollte der nächste Öffnungsschritt hin zu Training mit zehn Personen möglich werden, dann sähe die Sache wohl anders aus. „Dann ließe sich schon fußball-spezifisch trainieren“, hebt Sven Schützek hervor, Trainer des Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter aus Kalkar.

Ein Inzidenzwert von unter 35 wiesen in Nordrhein-Westfalen am Dienstag nur der Kreis Coesfeld sowie Münster und Bielefeld auf. Am Niederrhein hatte der Kreis Wesel 50,9, der Kreis Kleve 75,5 zu verzeichnen. Bei den Städten stand Düsseldorf mit 48,7 recht gut da, gefolgt von Oberhausen bei einem Wert von 52,2. Duisburg registrierte 86,2 Erkrankte auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Quelle: NRZ, 02.03.2021, Maximilian Lazar und Michael Ryberg

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