Bezirksliga: Dem ESV Hohenbudberg droht ein Punktabzug

Weil zweimal ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt worden war, kann Fußball-Bezirksligist ESV Hohenbudberg wohl zwei Siege abschreiben.

Der GSV Moers und der VfL Repelen liegen in der Fußball-Bezirksliga nur einen Punkt auseinander, und doch ist die Stimmungslage vor dem siebten Spieltag ganz unterschiedlich. Während die Repelener den Abwärtstrend der vergangenen Wochen stoppen müssen, war der GSV zuletzt gut drauf und kompensierte vor allem den Dauer-Ausfall von Trainer Dirk Warmann gut. Ausgerechnet beim ESV Hohenbudberg, der sportlich zuletzt am meisten überzeugte, herrscht dagegen Frust, während der SV Schwafheim spielfrei ist und das Heimspiel des SV Budberg gegen die Sportfreunde Broekhuysen erst am Dienstag um 20 Uhr steigt.

Der VfL Repelen hat am Sonntag um 15 Uhr den TuS Xanten zu Gast. „Es wäre schön und wichtig, zu gewinnen“, weiß Teamchef Sascha Weyen nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen. Dabei ist der Zug in beide Richtungen noch nicht abgefahren: „In der Tabelle ist alles eng beieinander. Es sind ja nur drei Punkte bis ganz oben, aber wir sind eben auch nur einem Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz.“

Das Spiel gegen Xanten wird jedoch „alles andere als einfach“, denn die Gäste sind „vorne gut besetzt“, wie Weyen weiß: „Xanten könnte uns als Gegner allerdings etwas mehr liegen. Sie spielen offensiv, dadurch gibt es auch mehr Räume.“ Vorrangig gilt es aber, die eigene Leistung vor allem in der Defensive zu verbessern: „Wir müssen unsere Fehler minimieren. Fünf unserer acht Gegentore sind durch krasse Fehler von uns gefallen.“

Weiterhin müssen die Repelener einige Ausfälle verkraften. So werden Christian Blessing, Hendrik Bornschein, Niklas Rennen, Furkan Dogruel, Izzettin Kuci und Christian Schneider fehlen. Wieder voll einsatzfähig sollten Ozan Sengül und Oguzhan Alemdar sein.

TuS Xanten muss die Abwehr umbauen

Bei Xanten muss Trainer Thomas Dörrer auf Jan-Paul Hahn und Marcel Timm, also zwei Defensivspieler verzichten und die Abwehr etwas umbauen. Für Dörrer ist „klar, wer der Favorit ist“, auch wenn er mit seiner Mannschaft vor dem VfL liegt: „Repelen war für mich vor der Saison eine Mannschaft, die oben mitspielen wird. Ich halte sie weiterhin für spielerisch sehr gut.“ Dabei setzt der Aufsteiger weiter auf mutiges Auftreten: „Wir werden unser Heil in der Offensive suchen, das ist unser stärkster Mannschaftsteil.“

Der GSV Moers spielt zeitgleich gegen den Uedemer SV. „Wir stehen tabellarisch ganz gut da“, findet GSV-Trainer Dirk Warmann, dessen Mannschaft als einzige der Liga noch ungeschlagen ist, mit fünf Unentschieden aus sechs Spielen aber trotzdem nur im Mittelfeld rangiert. Warmann selbst fehlte in den vergangenen drei Spielen zunächst wegen Urlaub, dann wegen Quarantäne, so dass er von Co-Trainer Dennis Schmitz vertreten wurde.

„Ich bin natürlich ständig mit Dennis im Kontakt“, berichtet Warmann, der gegen Uedem wohl zum letzten Mal zu Hause bleiben muss. Dass die Mannschaft auch ohne ihn konstant punktete, wie zuletzt beim Unentschieden bei Tabellenführer Goch, freut Warmann: „Ich bin froh, wie positiv es läuft, und wie die Jungs Gas gegeben haben. Das spricht für Mentalität in der Truppe.“ Gegen Uedem fehlen werden Khalil Al-bazal und Carlos Pin, die Goch beide Gelb/Rot sahen.

Topspiel zwischen Hohenbudberg und Fortuna Bottrop in Gruppe 8

Mit Repelen, Xanten und dem GSV mischt auch Borussia Veen in der Gruppe 5 gut mit und kletterte mit drei Siegen in Folge zuletzt bis auf Platz drei. Am Sonntag gibt es die große Chance, die Serie fortzusetzen im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten SV Walbeck.

Der zuletzt stärkste Bezirksligist aus dem Fußballkreis Moers war der ESV Hohenbudberg, der in der Gruppe 8 die vergangenen vier Spiele gewann und als Tabellenvierter am Sonntag zum vermeintlichen Topspiel gegen den Zweiten Fortuna Bottrop lädt. Allerdings wird der ESV bald sechs der bereits gesammelten Punkte abgezogen bekommen und an Boden verlieren.

Am zweiten Spieltag sah nämlich Sahin Karabudak Gelb/Rot. Beim ESV dachte man, er habe seine Sperre von einem Spiel im Kreispokalspiel gegen den FC Neukirchen-Vluyn verbüßt und setzte ihn in den beiden folgenden Partien wieder ein. Da seit dieser Saison jedoch ein Gelb/Rot-Verweis aus der Liga nicht mehr im Pokal abgesessen werden kann, werden die Punkte für die Siege gegen den SC Oberhausen und die SF Königshardt nun wieder abgezogen. Bitter für Karabudak ist, dass dieser für seine beiden Einsätze als gesperrter Spieler eine zusätzliche Sperre von sechs Wochen erhält.

Heimspiele für Homberg und Sonsbeck in Gruppe 6

„Das ist ein sehr ärgerlicher Fehler von uns“, räumt ESV-Trainer Juan Antonio Schrader ein, fühlt aber mit seinem Spieler: „Das Strafmaß der Sperre ist aber schon sehr hart.“ Auch für die Mannschaft ist der Punktabzug bitter. „Damit ist die Hoffnung, oben dranzubleiben, erstmal erloschen“, weiß Schrader, der zum anstehenden Spiel sagt: „Fortuna Bottrop ist eine gute Mannschaft. Wir müssen wieder diszipliniert und kompakt spielen.“

In der Gruppe 6 sind der VfB Homberg II und der SV Sonsbeck II mit jeweils vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen recht gut drauf. Jeweils um 15.30 Uhr spielen die Homberger daheim gegen den Tabellenvorletzten SV Genc Osman Duisburg II und die Sonsbecker, selbst derzeit auf Rang elf, beim Tabellennachbarn TuS Stenern.

 

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