1:1! GSV Moers mit zwei Platzverweisen gegen SV Schwafheim

Zum Start in die Fußball-Bezirksliga gab es beim Moerser Derby zwischen dem GSV und dem SV Schwafheim eine Menge Spannung.

Gleich am ersten Spieltag der neuen Bezirksliga-Saison trafen sich GSV Moers und SV Schwafheim am Sonntagnachmittag zum Stadt-Derby. In einem kampfgeprägten Spiel trennten sich die Teams am Ende mit 1:1 (1:1).

Die Gastgeber vom GSV erwischten den besseren Start. Mit einigen hohen, langen Bällen versuchten sie die Schwafheimer Abwehrreihe auszuhebeln. Mit einer solchen Hereingabe fand Marius Krüger an der Strafraumkante Khalil Al-bazal. Dieser nutzte die Nachlässigkeit der Schwafheimer Innenverteidigung zum 1:0 (7.).

Freistoßtor für Schwafheim aus 25 Metern

Auch danach blieben die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, hatten durch Kevin Reiser und Alfred Appiah zwei gute Chancen, die Führung auszubauen.

Stattdessen gelang den Gästen, die nach einer knappen halben Stunde nun besser ins Spiel gefunden hatten, der Ausgleich (33.). Kapitän Felix Hilla versenkte einen Freistoß aus etwa 25 Metern Entfernung im Grafschafter-Tor.

Der zweite Durchgang gestaltete sich zunehmend ruppig, mit vielen Fouls auf beiden Seiten. In der 72. Minute sah GSV- Mittelfeldspieler Mohamed Ouennane für ein Foul die Rote Karte. Zwölf Minuten später musste dann auch noch Carlos Candido Pin mit Gelb/Rot den Platz verlassen, nachdem er einen Gegenspieler von hinten umgerissen hatte. Doch zu neunt hatten die Hausherren noch eine Gelegenheit, das Spiel für sich zu entscheiden. Joker Melvin Sijercic köpfte den Ball an den Innenpfosten, bevor SVS-Keeper Phillip Kmiec die Kugel auf der Torlinie noch sicherte.

SVS-Trainer Wranik zufrieden, GSV-Trainer Warmann kritisch

„Das war ein typisches Derby. Heute wollte keiner verlieren“, meinte SVS-Coach Manfred Wranik nach der Partie. „Die erste halbe Stunde haben wir komplett verschlafen. Da lassen wir zu viele Chancen zu. Danach gefiel es mir besser, aus der Überzahl zum Spielende müssen wir mehr machen. Mit dem Punkt zum Saisonstart bin ich aber zufrieden.“

Nicht so versöhnlich hat GSV-Trainer Dirk Warmann das Spiel gesehen. „Wenn man zu neunt noch solche Chancen herausspielt, kann man mit einem Punkt kaum zufrieden sein.“ Besonders gestört hat Warmann die Disziplin auf dem Platz. „Die Spieler dürfen sich nicht so provozieren lassen. Das war absolut unnötig. Die Rote Karte war in meinen Augen übertrieben. So stehen wir personaltechnisch vor einer schwierigen Situation.“

GSV: Husejnagic – Krüger, Appiah (85. Sijercic), Pin, Mathew, Reiser, Kästner, Jenowsky, Ouennane, Hasse (90.+1 Acar), Al-bazal.

SVS: Kmiec – Yildirim, Pinske, Zeiler (70. Hausen), Erkan (46. Dressler), Hilla, Serra, Beckemeier, Steinitz (46. Drauschke), Schmidt, Dickmann (78. Röös).

Quelle: NRZ, Jan Schikorski, 06.09.2020

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