Im Fußballkreis Moers wird A-Liga nach der Hinrunde geteilt

Arbeitstagung im Fußball-Kreis Moers: Die Kreisliga A wird nach der Hinrunde in zwei Gruppen geteilt. Im Niederrheinpokal ist ein Platz weg.

Erstmals in seiner Geschichte veranstaltete der Moerser Kreisfußball-Ausschuss (KFA) seine Arbeitstagung als Videokonferenz. Die Corona-Pandemie machte in diesem Jahr eine unprobleematische Zusammenkunft in einem der Vereinsheime im Fußballkreis Moers unmöglich. So begrüßte erst der Kreisvorsitzende Franz-Peter Mölders und schließlich KFA-Vorsitzender Wolfgang Jades mit seinen Mitstreitern Peter Hanisch, Enes Krupic, Andre Horstmann und Murat Us via Laptop alle Vereinsvertreter. Die wurden dann knapp zwei Stunden lang über die Gruppeneinteilungen, Spielpläne, Durchführungsbestimmungen und Auf- und Abstiegspläne der Senioren-Teams informiert.

Die obligatorischen Ehrungen entfielen in diesem Jahr. Wurde doch auf dem Außerordentlichen Verbandstag des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) beschlossen, dass es zwar Aufsteiger, aber eben keine Meisterehrungen für die Saison 2020/2021 geben würde.

Wichtigstes Thema zu Beginn der Bildschirmrunde war die weiterhin rückläufigen Mannschaftszahlen. Einzig erfreulich ist, wie berichtet, dass der BSV Bönninghardt mit einem Team auf die Fußballbühne im Kreis Moers zurückkehrt. „Die Entwicklung ist nun schon mehr als besorgniserregend“, hatte Jades bereits in den vergangenen Arbeitstagungen auf dieses Problem hingewiesen. „Das wir in dieser Spielzeit in der C-Liga von knapp 40 auf 28 Mannschaften zurückgefallen sind, konnte niemand erwarten. Und das hat sicherlich nicht nur mit Corona zu tun“, so der KFA-Vorsitzende.

Vereinsfusionen nehmen zu

Ein Grund ist sicherlich auch die zahlenmäßig steigenden Fusionen von Vereinen. Vor einiger Zeit verschmolzen schon der SV Schaephuysen und der SV Rheurdt zur Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen, der TuS Preußen Vluyn und der SV Neukirchen zum FC Neukirchen-Vluyn. Nun folgen der ESV Hohenbudberg und der TB Rheinhausen, und für die Saison 2021/2022 haben schon der TuS Rheinberg und Concordia Ossenberg angekündigt, als eine Fußball-Abteilung zu starten. Auch bei der DJK und Fichte Lintfort wurden zuletzt Fusionsgedanken laut.

Die Kreisliga A startet nun mit 20 Mannschaften. Da es keine sportlichen Absteiger gab, erhöhte sich dementsprechend die Zahl der Teams. Wie berichtet verzichtete der FC Meerfeld auf einen Start in der Bezirksliga, stieg freiwillig ab; der SV Orsoy entschloss sich ebenfalls eine Klasse tiefer anzutreten. Somit bleiben 20 Teams übrig.

Schon am vergangenen Freitagabend hatte sich der KFA mit den A-Liga-Klubs in einer gesonderten Videokonferenz über das Spielsystem der kommenden Saison verständigt. Nur 16 Vereine waren dabei, sieben davon votierten für eine normale Spielrunde mit 38 Spieltagen. Die anderen neun waren dafür, nach einer einfachen Hinrunde, die 20 Klubs auf zwei Gruppen zu je zehn Teams aufzuteilen. Die besten zehn der Hinrunde spielen um den Auf-, die anderen gegen den Abstieg. Die direkten Vergleiche aus der Hinrunde nehmen die jeweils zehn Mannschaften mit in die „Rückrunde.“

Die Entscheidung für dieses letzte System fiel zwar knapp aus, doch der KFA schloss sich der Mehrheit an. Damit werden die A-Ligisten insgesamt 28 Spiele austragen und schaffen somit genügend Raum für eventuelle Ausfälle durch die Corona-Krise.

In den B- und C-Ligen gab es keine Diskussionen. Dort gibt es jeweils zwei Gruppen zu je 14 Mannschaften. „Wir hatten schon vor einem Jahr angekündigt, dass wir bei der B-Liga auf eine eingleisige Liga abspielen wollen“, so Jades. „Das werden wir nun verstärkt in Angriff nehmen.“ In diesen vier Gruppen gibt es somit jeweils 26 Spiele.

Die Spielpläne werden erst im Laufe der Woche erstellt und dann den Vereinen höchstwahrscheinlich zu Beginn der nächsten Woche zur Verfügung gestellt. „Wir haben die Wünsche soweit berücksichtigt. Alle konnten wir jedoch nicht erfüllen – aber die meisten“, so Hanisch. Das gelte auch für die neuen Durchführungsbestimmungen, die noch angepasst werden müssten. Vor allem darin, wie der KFA mit Ausfällen von Spielen wegen der Corona-Pandemie umgeht. Hanisch und Jades stellten dann den Auf- und Abstiegsplan sowie die Gruppeneinteilungen mit den Staffelleitern vor. In der kommenden Spielzeit stellt der Fußballkreis Moers nur einen Aufsteiger aus der A- in die Bezirksliga. So der neue Auf- und Abstiegsplan des FVN.

Schließlich stellte Dr. Alexander Kustermann als Lehrwart des Moerser Kreisschiedsrichter-Ausschusses ausführlich die neuen Regeln vor. Einen breiten Raum nahm das DFB-Net ein. Das ist die Plattform, in der sämtliche Fäden der Spielbetriebsorganisation zusammenlaufen. Angefangen von den Spiel- und Schiedsrichteransetzungen, dem Ergebnisdienst und dem elektronischen Spielbericht von der C-Liga bis in die höchsten Spielklassen. Den Vereinen wurde angeboten, hinter den Namen in der Spielberechtigungsliste ein Bild hochzuladen. Damit müssten die Vereine dann nicht mehr die Spielerpässe vorlegen. Zudem wurden die Klubs über die Neugestaltung des elektronischen Spielberichtes informiert, der seit dem 1. Juli 2020 am Start ist. Auch über die neuen Regeln bei Sperren wurde eingehend diskutiert. Es gibt jetzt keine Wochensperren mehr, sondern nur noch Sperren nach Spielen. Thema war auch die derzeit gültigen Wechselbestimmungen, bei der die Wechselperiode nun vom 31. August auf den 30. September verlängert wurde.

Andreas-Thiemann-Kreispokal

Zum Abschluss wurden die Termine für den Andreas-Thiemann-Kreispokal bekanntgegeben. Für diesen Wettbewerb erhalten die vier Halbfinalisten des Kreispokals der Saison 2019/2020 ein Freilos für die erste Runde des kommenden Kreispokals. Das sind die Landesligisten SV Sonsbeck, TuS Fichte Lintfort und SV Scherpenberg sowie Bezirksligist SV Budberg.

Am 16. September werden im Kreispokal zunächst 19 Spiele ausgetragen, die am Sonntag, 23. August, ausgelost werden. Das geschieht in der Halbzeitpause des Kreispokal-Endspiels der Saison 2019/2020 zwischen dem SV Scherpenberg und dem SV Sonsbeck auf der Platzanlage des SV Menzelen. Einen Tag zuvor, am Samstag, 22. August, ermitteln Landesligist TuS Fichte Lintfort und Bezirksligist SV Budberg den dritten Teilnehmer des Fußballkreises Moers am Niederrheinpokal der Saison 2020/2021. Ein Spiel, dass es danach erst einmal nicht mehr gibt. Das liegt an den rückläufigen Mannschaftszahlen. „Früher hatten wir fast 120 Teams, jetzt sind es noch 86“, beschreibt Wolfgang Jades die Situation. Dieser Rückgang hat dem Fußballkreis Moers nun bereits einen Platz im Niederrheinpokal-Wettbewerb 2021/2022 gekostet. „Zuletzt hatten wir vier Plätze – mit dem VfB Homberg. Nun sind es nur noch drei“, so Jades weiter. „Im nächsten Jahr qualifizieren sich lediglich die beiden Finalteilnehmer vom Kreispokal für den Niederrheinpokal. Der dritte Kreispokalplatz muss also nicht mehr ausgespielt werden, weil es keinen weiteren Platz mehr im Niederrheinpokal für den Kreis Moers gibt“, bedauert der KFA-Vorsitzende.

Der VfB Homberg ist durch seine Regionalliga-Zugehörigkeit von dem Kreispokal befreit und direkt für den Niederrheinpokal der Saison 2021/2022 qualifiziert.

>>>TREFFEN FÜR DEN NACHWUCHS

Die Verantwortlichen der Jugend-Abteilungen des Fußballkreises Moers trafen sich jetzt unter Beachtung der Hygiene-Vorschriften zu einer Tagung im Vereinsheim des VfB Homberg. Jeder Verein konnte einen Teilnehmer entsenden. Die fehlten allerdings vom ESV Hohenbudberg und von der DJK Lintfort.

„Da wir derzeit noch keinen Rahmenspielplan vom Verband vorliegen haben, ist es für uns schwer, schon klare Aussagen hinsichtlich der Spielpläne zu machen“, so Wolfgang Wischinski, Vorsitzender des Kreis-Jugendausschusses. „Wir möchten allerdings mit den Altersgruppen der F- bis D-Junioren am 5. September starten, mit den A- bis C-Junioren aber erst am 10. Oktober.“ Bei den älteren Jahrgangsstufen deshalb so spät, weil dort noch im September Qualifikationsspiele zu den Niederrhein- und Leistungsklassen anstehen.

Quelle: NRZ Uwe Zak, 11.08.2020

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