FVN-Verbandsjugendtag hat die Saison abgebrochen

Die Jugend-Niederrheinligen werden aufgestockt, dennoch wird es Qualifikationsspielen geben, die frühestens am 5./6. September beginnen.

Das war erneut eine eindeutige Sache. Der Verbandsjugendtag des Fußballverbandes Niederrhein, der vornehmlich online stattfand, hat am Samstagmorgen nun auch offiziell die Saison 2019/20 für die Nachwuchsspielklassen abgebrochen. Die Anträge des Verbandsjugendfußballausschusses wurden von den Vereinsdelegierten – wie schon bei den Senioren am Mittwoch – mit sehr großer Mehrheit angenommen.

Die Regelungen entsprechen mit einigen Anpassungen weitgehend denen der Senioren. So wird es auch bei den Junioren und Juniorinnen in dieser Saison keine Direktabsteiger geben. Allerdings geht es nicht ohne Qualifikationsspiele – obwohl drei der vier Niederrheinligen aufgestockt werden. „Würden wir noch mehr Mannschaften zur Niederrheinliga zulassen, würden wir das Niveau verwässern“, sagt Michael Kurtz, der Vorsitzende des Verbandsjugendfußballausschusses. So werden die A- und B-Junioren jeweils mit 20, die C-Junioren mit 24 (wie bisher) und die B-Juniorinnen mit 18 Mannschaften an den Start gehen. Wie diese Teams – sprich auf wie viele Staffeln – aufgeteilt werden, steht noch nicht fest. „Das hängt davon ab, wann wir starten können und wie viele Wochenenden uns zur Verfügung stehen. Es sind dann ja auch Entscheidungsspiele nötig, um den Gesamtsieger am Ende der Saison 2020/21 zu ermitteln“, so Kurtz, der das flexibel behandeln will. Die Möglichkeit hat der Ausschuss nun, da der Jugendtag ihm hierzu die Vollmacht gegeben hat.

Die Aufstiegsregelungen

Die Aufstiegs- und Teilnahmeregelungen an Qualifikationsspielen sehen das Folgende vor: Teams, die in der Abbruchtabelle – die durch eine Punktequotienten begradigt wird, sollte es unterschiedliche Anzahlen ausgetragener Spiele geben – auf einem Aufstiegs- oder Relegationsplatz stehen, steigen auf. Ebenso wird der Hinrundenmeister aufsteigen, sollte er beim Abbruch nicht mehr auf einem Aufstiegsplatz gestanden haben. Für Ligen mit Qualifikationsspielen gilt, dass Teams daran teilnehmen, die einen Quali-Platz belegen oder einen eigentlichen direkten Abstiegsplatz. Auch hier gilt die Regelung für den Hinrunden-Ersten. Teams im Kampf um einen Aufstiegs- und Quali-Platz, die quotientengleich sind, steigen beide auf beziehungsweise nehmen beide an der Quali teil. Denn sobald der Quotient gleich ist, belegen diese Teams den gleichen Tabellenplatz.

Daraus ergibt sich auch, dass Rot-Weiß Essen die Niederrheinliga-Saison 2019/20 bei den A- und B-Junioren als Meister abgeschlossen hat und in die Bundesliga aufsteigt. Bei den C-Junioren steigen entsprechend der Wuppertaler SV, die SpVg Schonnebeck und die SG Unterrath ebenso in die Regionalliga auf wie die B-Juniorinnen des MSV Duisburg und des GSV Moers.

Frühester Beginn der Qualifikationsspiele zur Niederrheinliga ist der 5./6. September. Die Auslosung der Quali-Gruppen erfolgt am 8. Juli.

Die Teilnehmer an den Quali-Spielen zur Niederrheinliga:

A-Junioren: DJK TuSA 06 Düsseldorf, Ratingen 04/19, Lohausener SV, VfB Hilden, SSVg Velbert, TSV Ronsdorf, SC Velbert, 1. SpVg Solingen-Wald, 1. FC Monheim, TuS Wickrath, 1. FC Mönchengladbach, ASV Süchteln, TuS Reuschenberg, SC Kapellen-Erft, Union Nettetal, TSV Krefeld-Bockum, SV Budberg, GSV Moers, VfB Homberg, 1. FC Kleve, Kevelaerer SV, Croatia Mülheim, VfB Speldorf, FSV Duisburg, Rot-Weiß Oberhausen U18, DJK SF Lowick, SV Biemenhorst, SG Schönebeck, FC Kray, Schwarz-Weiß Essen.

B-Junioren: TuRU Düsseldorf, Düsseldorfer SC 99, SG Unterrath U16, Bayer Wuppertal, SSV Bergisch Born, Sportfreunde Baumberg, ASV Süchteln, 1. FC Mönchengladbach, SG Kaarst, SC Kapellen-Erft, SV St. Tönis, VfB Homberg, Kevelaerer SV, FSV Duisburg, VfB Speldorf, SuS 09 Dinslaken, TuRa 88 Duisburg, Croatia Mülheim, Hamborn 07, Arminia Klosterhardt, DJK SF Lowick, Rot-Weiß Essen U16, SG Schönebeck.

C-Junioren: 1. JFA Düsseldorf, BV 04 Düsseldorf, Ratingen 04/19, TuRU Düsseldorf, Bayer Wuppertal, SSVg Velbert, Cronenberger SC, SSV Bergisch Born, Hastener TV, Sportfreunde Baumberg, 1. SpVg Solingen-Wald, ASV Süchteln, SpVg Odenkirchen, VdS Nievenheim, SG Kaarst, SVG Neuss-Weißenberg, SC Kapellen-Erft, Bayer Uerdingen, Viktoria Anrath, TSV Meerbusch, Union Nettetal, VfB Homberg, SV Budberg, 1. FC Kleve, SV Straelen, FSV Duisburg, SuS 09 Dinslaken, Hamborn 07, SpVgg Sterkrade-Nord, VfB Bottrop, DJK SF Lowick, SV Vrasselt, 1. FC Bocholt, Essener SG 99/06, FC Karnap, FC Kray, Schwarz-Weiß Essen, SG Schönebeck.

B-Juniorinnen: FC Tannenhof, Bayer Wuppertal, Union Wuppertal, BV Gräfrath, TSV Solingen, TuSpo Richrath, SV Glehn, CSV Marathon Krefeld, GSV Moers U16, SV Budberg, SV Sonsbeck, VfR Schwarz-Weiß Warbeyen, MSV Duisburg U16, SuS Dinslaken 09, TS Rahm, Rhenania Bottrop, DJK SF Lowick, DJK Rhede, SC Werden-Heidhausen, Adler Union Frintrop.

Neue Sonderliga

Wie Dirk Bimbach, Vorsitzender der Kommission Jugendspielbetrieb, bestätigte, wird die neue Sonderliga, die die Kreise Kleve/Geldern, Rees/Bocholt und Moers unterhalb der Niederrheinliga und oberhalb der Leistungsklassen einrichten wollen, nun definitiv bereits in der Saison 2020/21 an den Start gehen. Jeder Kreis bekommt vier Startplätze bei den A- bis C-Junioren und bestimmt selbst über die entsprechende Qualifikation. Die neue Liga wird Grenzlandliga beziehungsweise Grenzland-Leistungsklasse heißen.

Quelle: NRZ 27.06.2020, Friedhelm Thelen

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