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Um Fußball ging es am Anfang und gepöhlt wurde in Moers auf den Sportplätzen am Baltesberg sowie hinter dem Stadtpark und in Homberg an der Schillerstraße. Ein Jahr später erhielt die Moerser Innenstadt, die natürlich noch ganz anders aussah, die erste Stromversorgung - und der junge GSV auf der Jahreshauptver-sammlung einen neuen Vorstand. Im September 1911 bestritten die GSV-Fußballer auf der Schwansche Wiese an der Homberger Straße ihr erstes Verbandsliga Meisterschafts-spiel in der 2. Klasse, gegen den Seminar-Spielverein Moers, ein Verein, der sich 1913 auflöste und von dem daraufhin zahlreiche Spieler zum GSV wechselten. 1918 war es der gerade gegründete Verein Preußen Moers, der sich dem GSV anschloss. Als Wilhelm II. Deutschland 1914 in den Ersten Weltkrieg führte, spürten das natürlich wie alle anderen Vereine auch die Grafschafter Kicker. Die jungen Männer, die bei ihren Familien, Freunden oder eben auf dem Fußballplatz sein wollten, mussten auf die blutigen Schlachtfelder der Kriege. Und dort wurden sie wie Millionen andere Menschen getötet. Der Erste Weltkrieg kostete elf Vereins-kameraden das Leben, 31 waren es im Zweiten Weltkrieg. Kurzum: Die ersten Jahrzehnte des GSV Moers waren gekennzeichnet
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durch die beiden verheerenden Weltkriege. Mit Julius Bloch (1911 bis 1912) und Louis Leyser (1916 bis 1917) hatte der GSV auch zwei Vorsitzende jüdischer Abstammung. Sie wurden von hirnlosen Nazi-Schergen am 7. Dezember 1941 abgeholt und später von den NS-Mördern brutal umgebracht. Doch trotz Terrorregime und Unwägbarkeiten schaffte es der Klub, sich immer wieder aufzurappeln. Sportlich stiegen die Moerser 1920 in die Liga auf, damals die höchste Spielklasse im Deutschen Fußball Bund (DFB). Zwei Jahre später wurde die Leichtathletikabteilung unter der Leitung von Ludwig Hummerjohann gegründet. 1957 wurde sie allerdings wieder aufgelöst. Doch dazwischen hatte der GSV einige Westdeutsche Meister in seinen Reihen, blühte 1955 richtig auf. 1924 konnten die Grafschafter endlich ihren Sportplatz an der Landwehrstraße einweihen. Der wurde komplett eingezäunt - was sich äußerst positiv auf die GSV-Finanzen auswirkt: Wer gucken wollte, musste zahlen. 1950 wurde dann endlich die Sportanlage hinter dem Stadtpark, die „Grafschafter Kampfbahn“ fertiggestellt, drei Jahre später konnte auch das Vereinsheim eingeweiht werden. Im Mai 1925 wurde die Handballabteilung gegründet, 30 Jahre später war schon wieder
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Ende: Den Handballern fehlte der Nachwuchs.1969 meldete sich fast die gesamte erste Fußball-Mannschaft beim GSV ab. Grund: Der Verein konnte die Entschädigungszahlungen nicht leisten, es fehlten Sponsoren. Ab Anfang der 70er-Jahren erlebt der Grafschafter Spielverein schließlich einen Boom von neuen Abteilungen: Gymnastik, Ehepaar-Gymnastik, Volleyball, Tischtennis, Eissport, Sport- und Spiel über Breitensport und Budo bis Badminton. Es war ein Kommen und Gehen der Sportarten und -abteilungen. Herausragend entwickelt hat sich dabei der Damen-Fußball. 1981 verlor der GSV bei einem nächtlichen Brand sein Vereinsheim - und zahlreiche Pokal, Chroniken und historischen Unterlagen. 1986 wurde Richtfest für den Neubau gefeiert. Und 1993 weihte der GSV mit dem Moerser Turnverein die Großsportanlage mit dem Hockey-Kunstrasenplatz ein. Es wird eben deutlich, dass ein Verein, der 100 Jahre alt wird, sich stets weiter entwickeln muss. Und noch heute ist der Klub Anlaufstelle für zahlreiche Sporttreibende und vor allem für die Jugend. „100 Jahre ...und immer noch am Puls der Zeit“ untertitelt der GSV seine Festschrift. Und dabei hat er sich deutlich besser entwickelt als das Deutsche Kaiserreich.
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