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14.12.2018 RP, Björn Belloff

Gesprächsbedarf bestand im Lauf der Woche in Reihen des Fußball-Landesligisten GSV Moers (11. Platz, 30:39 Tore, 21 Punkte). Zwei Niederlagen hat der Aufsteiger zuletzt in Folge kassiert, aus dem Rahmen fiel dabei vor einer Woche das 2:7 beim ESC Rellinghausen. Zur Tagesordnung übergehen wollte GSV-Trainer Thorsten Schikofsky deshalb vor dem Heimspiel gegen die SF Königshardt (18., 18:33, 14) nicht.

„Den Jungs ist schon bewusst, dass dieser Auftritt in Essen einfach Käse war. Mit 2:7 darf man nicht verlieren“, stellte er die nötige Einsicht im Kreis seiner Mannschaft fest, nachdem er eine gewisse „Laissez-faire-Mentalität“ bemerkt und diese auch gerügt hatte. Allerdings will er wegen dieses missratenen Auftritts nicht den Stab über seinem Team brechen: „Das war ein Totalausfall, aber bislang auch der einzige. Natürlich müssen wir jetzt einiges korrigieren.“

Wichtig ist dem Coach, dass sein Team trotz einiger personeller Probleme am Sonntag gegen den Tabellenletzten ein verändertes Gesicht zeigen wird: „Von der Einstellung her muss da eine ganz andere Truppe auf dem Platz stehen als zuletzt. Wir müssen die richtige Richtung für die Zukunft einschlagen.“ Der Gast aus Oberhausen ist nicht nur Tabellenletzter, sondern stellt mit nur 18 Treffern aus 18 Spielen auch den schwächsten Angriff der Liga.  Auswärts konnten die Sportfreunde erst einmal bei acht Versuchen gewinnen, das allerdings in Moers: Beim SV Scherpenberg gelang ihnen ein 3:1-Sieg.

Ein Selbstläufer wird es also keinesfalls für die Grafschafter, die bisher gegen Teams aus dem Tabellenkeller alles andere als gut ausgesehen haben.

Trotzdem zählt für den GSV nur ein Sieg, um das erste Halbjahr nach dem Aufstieg erfolgreich abzuschließen und die Abstiegsränge auf Distanz zu halten.

Mit Ibrahim Üzüm und Fabian Hastedt fehlen den Moersern morgen gleich zwei Akteure, die eine Gelb-Sperre absitzen müssen. Außerdem stehen Marcel Haeger, Marc-Andre Debernitz, Andreas Isailovic, Christian Zeiler und Kevin Reiser nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem der Einsatz von Michael Schuster, der genau wie Hastedt vor wenigen Tagen Vater geworden ist und nun Trainingsrückstand aufweist.