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GSV Aktuell:

27.06.2018 RP, Robin Krüger

Thorsten Schikofsky, Trainer des Fußball-Landesliga-Aufsteiger GSV Moers, blickt zurück und auch nach vorne. So viele Ballbesitz wie in der Bezirksliga werden die Grafschafter in der nächsten Saison wohl nicht haben.

Die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen hat in der abgelaufenen Saison der GSV Moers. Buchstäblich auf den letzten Drücker gelang über die Relegation der Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Dort wollen sich die Grafschafter etablieren und haben die Planungen für die kommende Saison bereits weitgehend abgeschlossen.

Einen großen Umbruch hatte Thorsten Schikofsky vollzogen, nachdem er als Trainer vom SV Schwafheim knapp viereinhalb Kilometer in nordwestliche Richtung zum GSV Moers gekommen war. Mit Platz fünf nach der Hinrunde waren die Grafschafter nicht unzufrieden. Aufgrund vereinsinterner Unstimmigkeiten kündigte Schikofsky allerdings sogar seinen Rücktritt zum Saisonende an, verlängerte nach weiteren Gesprächen schließlich doch. In der Rückrunde wurde der GSV dann immer stärker. Nur Meister Fichte holte in der zweiten Saisonhälfte mehr Punkte und so sicherten sich die Moerser schon am vorletzten Spieltag Platz zwei und die Teilnahme an der Relegation. Nach einem 1:0-Auswärtssieg und einem 2:2 daheim gegen die Sportfreunde von Hamborn 07 war die Rückkehr in die Landesliga perfekt. Pascal Sikorska traf dabei in der letzten Minute des Rückspiels - sonst wäre Hamborn in der Landesliga geblieben.
Im Mai hatte sich das Schikofsky-Team außerdem die Teilnahme am Niederrheinpokal in der kommenden Saison gesichert.

"Wir hatten im Sommer eine ganz neue Mannschaft", kamen die weniger konstanten Leistungen in der Hinrunde für Trainer Schikofsky nicht überraschend. "Zum Saisonende hin hatte die Mannschaft sich gefunden", so Schikofsky, der erzählt: "Wir haben uns einmal zusammen gesetzt und besprochen, ob wir Zweiter werden und das wirklich versuchen wollen."

Die Antwort gab es auf dem Platz. "Danach war sofort eine Veränderung da, in der Trainingsbeteiligung, in der Motivation, in den Spielen." In den letzten Partien war der GSV Moers dann nicht mehr aufzuhalten: "Zum Schluss waren wir einfach nur im Flow, im wahrsten Sinne des Wortes ja bis zur letzten Minute", denkt er an das Sikorska-Tor.

Nun geht der Blick nach vorne und das Ziel lautet, sich in der Landesliga zu etablieren. "Als ich zum GSV kam, hatte ich ja schon gesagt, mit der Anlage und dem ganzen Drumherum ist das kein Verein für die Bezirksliga, sondern für die Landesliga", erklärt Schikofsky, wenngleich der Aufstieg jetzt "früher kam als erwartet". Die kommende Saison geht der Trainer dennoch zuversichtlich an: "Als erstes geht es natürlich um den Klassenerhalt, aber ich glaube schon, wenn alles gut läuft, können wir eine sehr gute Platzierung erreichen."

Die Moerser werden den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, wie der Trainer berichtet: "Der Etat, das Training, alles bleibt wie gehabt. Natürlich werden die Spiele sich sicherlich etwas verändern, wir werden nicht mehr so viel Ballbesitz haben."

Auch wenn "der Kader und die Neuzugänge eigentlich auf die Bezirksliga ausgerichtet" waren, ist die personelle Planung laut Schikofsky "so weit fertig". Die Personalien sind in der Box (rechts) aufgeführt.

Das Personalkarussell beim GSV

Mit den Neuzugängen Meik Bodden, Lars Drauschke (beide vom SV Schwafheim), Ekrem Aksu, Tobias Kästner und Andreas Isailovic (alle vom VfL Rheinhausen) kommen gleich mehrere frühere Weggefährten von Trainer Thorsten Schikofsky und einem großen Teil des GSV-Kaders.

Andreas Isailovic wird dabei eine Rolle als spielender Co-Trainer bei den Grafschaftern einnehmen.

Die Liste der Neuen komplettieren Samet Altun (ESV Hohenbudberg) und Kevin Reiser vom Bochumer Landesligisten VfB Günnigfeld. Dass Tobias Prigge vom SV Schwafheim entgegen seiner ursprünglichen Zusage nicht kommen wird, sich nun dem SV Scherpenberg anschließt, findet Schikofsky "unproblematisch". Ebenfalls in der kommenden Saison nicht für den GSV auflaufen werden die Abgänge Paul Beckemeier und Felix Hilla, die zum SV Schwafheim wechseln, sowie Raphael Weigl, der in Zukunft mehr für den GSV II auflaufen wird.