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08.06.2018 RP, Robin Krüger

Fußball-Relegation: Im Hinspiel um den Aufstieg in die Landesliga verschafft sich der GSV Moers auswärts bei den Sportfreunden Hamborn 07 mit einem 1:0-Erfolg eine hervorragende Ausgangssituation. Rückspiel am Sonntag.

Der GSV Moers hat sich in der Relegation um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga eine hervorragende Ausgangssituation für das Rückspiel erarbeitet. Bei den Sportfreunden Hamborn gewann der GSV gestern Abend mit 1:0 (0:0). Mit einem Kunstschuss erzielte Marc-André Debernitz das goldene Tor des Tages.

Zu Beginn des Spiels war den Mannschaften anzumerken, um wie viel es geht. Beide Teams begannen sehr vorsichtig. Vor allem Gastgeber Hamborn zog sich zunächst zurück und überließ dem GSV Ball und Spiel. Allerdings fanden die Moerser im ersten Durchgang keinen Weg, torgefährlich zu werden. Die einzigen Torchancen hatte die Gastgeber.
Die größte hatten die Löwen in der 17. Minute als Erkut Ay nach einer Ecke frei zum Kopfball kam und der Ball erst auf der Linie geklärt wurde. Nach 28 Minuten flankte David Gehle von der rechten Seite, doch Ramazan Ünal traf den Ball aus aussichtsreicher Position aus zehn Metern Torentfernung nicht voll. Der gefährlichste Moerser Abschluss war lediglich ein Schuss von Christian Zeiler aus rund 20 Metern, der das Tor aber deutlich verfehlte (40.).

Die zweite Halbzeit begann für die Moerser dann perfekt. Marc-André Debernitz kam nach einem langen Pass an der Strafraumgrenze in halblinker Position an den Ball, jedoch seitlich zum Tor positioniert. Mit dem Außenrist hob er den Ball ins lange Eck (53.). Ein Geniestreich, der die bisher ereignisarme Partie zugunsten des GSV kippte.

Der Treffer hinterließ Wirkung, denn die Hamborner verloren für gut zehn Minuten völlig den Faden. Christian Zeiler (56.) und der Torschütze Debernitz (60.) kamen im Strafraum in aussichtsreicher Position zum Abschluss, konnten aber nicht erhöhen. Als Zeiler wenig später doch ins Tor traf, hatte der Linienrichter auf Abseits erkannt - und es blieb beim 0:1.

Hamborns Trainer Michael Pomp schöpfte in der Folge sein gesamtes Wechselkontingent aus. Allmählich kamen die Gastgeber wieder ins Spiel. Die große Ausgleichschance folgte in der 65. Minute, als nach einem Freistoß Daniel Schäfer zunächst aus kurzer Distanz per Kopf an GSV-Torwart Luca Di Giovanni scheiterte und Oliver Rademacher den Nachschuss schließlich über das Tor setzte.

Lange rannten die Hamborner danach aber vergeblich an. Erst in der Nachspielzeit scheiterte Rademacher per Kopf und mit dem Schlusspfiff parierte Di Giovanni einen Schuss von Jan Stuber glänzend.

"Ich bin stolz auf die Truppe, dass wir hier in Hamborn gewonnen haben", freute sich GSV-Trainer Thorsten Schikofsky, der das Spiel so gesehen hatte: "Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen. Schade ist, dass wir nach dem 1:0 nicht weiter nachgelegt haben. Denn die Chancen waren da. Aufgrund der Schlussphase können wir aber auch froh sein, dass der Ausgleichstreffer für die Hamborner nicht mehr gefallen ist."